„Demokratie ist nie bequem“
Der Projekttag zeigt deutlich die Werte, für die das Theodor-Heuss-Gymnasium steht – nicht nur am einem Tag im Schuljahr, sondern jeden Tag und in besonderer Form an diesem Projekttag.
Das Zitat des Namensgebers unserer Schule, Theodor Heuss, stellte der Zeitzeuge Jörg Zenkner in den Mittelpunkt seines Berichts, wie er als Jugendlicher in der DDR in Schwierigkeiten kam und verhaftet wurde, den er am Tag des Erinnerns und Gedenkens, den das Theodor-Heuss-Gymnasium am 28.01.2026 veranstaltete, vor dem 11 Jahrgang hielt.
Gerade weil Demokratie immer das Engagement von Demokraten braucht, um bewahrt und gestaltet werden zu können, beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler einmal im Jahr im Rahmen dieses Projekttages mit Fragen von Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten. Da man Rechte nur verteidigen kann, wenn man sie kennt, setzten sich der 6. und 7. Jahrgang mit Kinder- und Menschenrechten auseinander.
Die Kursoberstufe erfuhr von den Zeitzeugen Frau Krieg und Herr Müller, wie sie als Kinder den Nationalsozialismus und das Kriegsende erlebt haben und wie auch schon Kinder von dem damaligen Regime unter Druck gesetzt wurden. Frau Christine Class, die den Kontakt zu den Zeitzeugen hergestellt hatte und sich auch am Projekttag einbrachte, mahnte immer wieder, dass es Wachsamkeit und Widerständigkeit braucht, um Freiheit und Menschlichkeit zu wahren.
Eine kleine Gruppe von Oberstufenschülerinnen und –schülern erforschte die Geschichte der Remonteschule, auf deren Gelände das THG steht. Dabei durften sie auf die Expertise des Stadtarchivars, Herrn Dr. Feuerbach, zählen, der sie an diesem Tag begleitete.
Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ sowie UNESCO-Projektschule ist Vielfalt am Theodor-Heuss-Gymnasium eine gelebte Realität. ReferentInnen von Act4Transformation führten im 9. Jahrgang einen Diversitäts-Workshop durch. Jede/r ist einzigartig und das ist ein Gewinn für alle.
Der 10. Jahrgang besuchte das Konzentrationslager Dachau.