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Französischschülerinnen und -schüler der Stufe 9 reisen in die Europametropole Strasbourg

Am Montag, den 16. März, starteten 19 Französischschülerinnen und -schüler der Stufe 9 gemeinsam mit den Französischlehrerinnen Iris Grochol und Katrin Noah ihre Reise in die Europametropole Strasbourg in Frankreich. Schon die Anreise wurde zu einem kleinen Abenteuer: Dank mehrmaligem Umstieg und Schienenersatzverkehr erreichte die Gruppe erst am späten Nachmittag ihr Ziel. Nach dem Einchecken in der Herberge ging es direkt weiter in die Stadt. Dort wartete bereits das erste Highlight: die beeindruckende gotische Kathedrale. Im Rahmen einer kleinen sportlichen Herausforderung erklommen die Schülerinnen und Schüler den Turm – der Ausblick über die Dächer Strasbourgs belohnte alle Mühen.

Der Dienstag begann mit einer spannenden Stadtführung, bei der die Gruppe viel über die bewegte Geschichte Strasbourgs erfuhr. Besonders eindrucksvoll war, wie sehr sich die wechselvolle Zugehörigkeit zu Deutschland und Frankreich bis heute im Stadtbild widerspiegelt – etwa in der Mischung aus Fachwerkhäusern, kulinarischen Spezialitäten wie Gugelhupf und Macarons sowie moderner französischer Lebensart. Am Nachmittag ging es dann aufs Wasser: Bei einer Bootsfahrt auf der Ill konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur die malerische Altstadt aus einer neuen Perspektive bestaunen, sondern auch die Funktionsweise der Schleusen kennenlernen. Ein weiterer Höhepunkt folgte mit dem Besuch des Europaparlaments, wo die Gruppe interessante Einblicke in die Arbeit der europäischen Institutionen erhielt. Den gelungenen Tag ließ man typisch elsässisch bei einem „All-you-can-eat“-Flammkuchenessen ausklingen.

Am Mittwoch stand der Besuch der Partnerschule, des Lycée Marie Curie, auf dem Programm. Früh am Morgen wurden die Schülerinnen und Schüler herzlich von der Deutschlehrerin Helga Schmitt empfangen, die unseren gemeinsamen Tag organisierte. Beim ersten Kennenlernen mit den französischen Jugendlichen halfen Kommunikationsspiele und ein gemeinsames Escape Game, um Sprachbarrieren zu überwinden. Im Anschluss erhielten die Gäste eine Führung durch die Schule, bei der sie unter anderem das Rektorat, die Schülerbücherei und das Krankenzimmer kennenlernen konnten. Frau Schmitt erklärte zudem anschaulich den französischen Bildungsweg bis zum französischen Abitur. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Kantine begleiteten die deutschen Schülerinnen und Schüler verschiedene Klassen im Unterricht und gewannen so spannende Einblicke in den französischen Schulalltag – sei es im Französisch-, Deutsch- oder Musikunterricht. Besonders der direkte Kontakt zu den Gleichaltrigen wurde von allen als große Bereicherung empfunden. Am Nachmittag erkundete die Gruppe im Rahmen einer Stadtrallye nochmals die Altstadt – ein leckeres Eis durfte dabei natürlich nicht fehlen.

Der Donnerstag führte die Gruppe weiter in die Region Elsass. Mit dem Zug ging es zunächst nach Sélestat, bevor ein Minibus die Schülerinnen und Schüler – mit einem augenzwinkernden Entgegenkommen der Fahrerin – bis nach Orschwiller brachte. Von dort begann die Wanderung zur imposanten Haut-Koenigsbourg. Durch frühlingshafte Wälder ging es stetig bergauf, bis die Burg erreicht war und mit einem beeindruckenden Blick über das Rheintal belohnte. Besonders spannend war die Geschichte der Anlage, die einst von Deutschen erbaut, von Franzosen zerstört und später wieder von Deutschen rekonstruiert wurde. Auf dem Rückweg wanderte die Gruppe durch idyllische elsässische Dörfer zurück nach Sélestat, wo ein freier Nachmittag Gelegenheit bot, Souvenirs zu kaufen und die Eindrücke Revue passieren zu lassen. Den letzten Abend in Strasbourg ließ man bei einem gemeinsamen Pizzaessen gemütlich ausklingen.

Am Freitag, den 20. März, trat die Gruppe schließlich die Heimreise an – im Gepäck unzählige neue Eindrücke, spannende Erfahrungen und viele schöne Erinnerungen. Die Ausfahrt nach Strasbourg war für alle Beteiligten ein voller Erfolg und hat nicht nur die Sprachkenntnisse gestärkt, sondern auch das Interesse an Kultur, Geschichte und dem Leben im Nachbarland nachhaltig gefördert.