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Exkursion Geographie LK nach Frankreich - Auvergne und Mont Blanc

Vom 8. bis 12. Juni unternahmen wir als Geografie-Leistungskurs der J1 gemeinsam mit unseren Lehrkräften Stefan Wagner und Nora Ebert eine Exkursion nach Frankreich. Passend zu unseren Schwerpunktthemen Vulkanismus und Glaziallandschaften konnten wir viele geografische Besonderheiten direkt vor Ort erleben.

Nach unserer Anreise erkundeten wir zunächst Clermont-Ferrand. Am nächsten Tag besuchten wir zunächst das Vulcania-Zentrum, wo wir uns anhand interaktiver Ausstellungen mit den Themen Vulkanismus und Geologie beschäftigten. Anschließend ging es zum Volcan de Lemptégy, wo wir das Innere eines ehemaligen Vulkans besichtigen und verschiedene vulkanische Gesteine sowie unterschiedliche Formen von Vulkanbomben kennenlernen konnten.

Danach wanderten wir auf den Puy de Pariou, einen etwa 8.000 bis 9.000 Jahre alten, heute ruhenden Vulkan mit einem beeindruckenden Doppelkrater. Dabei erhielten wir einen anschaulichen Einblick in die Entstehung der Vulkanlandschaft der Auvergne. Am Mittwoch fuhren wir mit der Zahnradbahn auf den 1.465 Meter hohen Puy de Dôme und wanderten anschließend wieder hinunter. Von dort aus bot sich ein beeindruckender Blick über die vulkanisch geprägte Landschaft der Region. Danach ging es weiter nach Chamonix.

Am Donnerstag besuchten wir die Mer de Glace, den größten Gletscher Frankreichs und einen der größten der Alpen. Besonders eindrucksvoll war zu sehen, wie stark sich der Gletscher infolge des Klimawandels bereits zurückgezogen hat. Innerhalb weniger Jahrzehnte hat er deutlich an Länge und Eisdicke verloren, sodass das frühere „Eismeer“ zunehmend zu einer Felslandschaft wird. Bei einer anschließenden Wanderung durch die beeindruckende Hochgebirgslandschaft konnten wir die Auswirkungen des Gletscherrückgangs und die besondere alpine Natur aus nächster Nähe erleben.

Zum Abschluss führte uns die Exkursion an den Genfersee nach Montreux. Der durch den Rhônegletscher entstandene Zungenbeckensee zählt zu den größten Seen Europas und prägt bis heute die Landschaft an der Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz. Durch sein mildes Klima und die eindrucksvolle Lage zwischen Alpen und Weinbergen gehört die Region zu den beliebtesten Tourismusgebieten Europas.

Insgesamt war die Exkursion eine besondere Gelegenheit, die im Unterricht behandelten Themen Vulkanismus und Glaziallandschaften unmittelbar in der Natur zu erleben. Die vielfältigen Landschaften – von jungen Vulkanen über imposante Alpen bis hin zum schwindenden Gletscher – haben eindrucksvoll gezeigt, wie Naturkräfte unsere Erde formen und wie stark sich Landschaften durch den Klimawandel verändern.