Sommersterne vom THG bis Neuseeland
Als Ergänzung zum Unterricht besuchte der IMP-Kurs das Planetarium in Stuttgart. In der Klassenstufe 8 wird im Fach Informatik Mathematik und Physik (IMP) der Aufbau unseres Sonnensystems und die Orientierung am Sternenhimmel mit Hilfe der Sternbilder unterrichtet. Das Planetarium bietet die einmalige Gelegenheit, den Sternenhimmel zu verschiedenen Zeiten und an den unterschiedlichsten Orten zu beobachten.
Die „Expedition“ zu den Sternen startete pünktlich um 8.02 Uhr am Hauptbahnhof von Aalen. Dank der schnellen Zugverbindung blieb so vor dem Besuch des Planetariums noch etwas Zeit, um die Schachkenntnisse der Lehrer und Schüler im Schlosspark von Stuttgart aufzufrischen.
Danach ging es zur Vorstellung, in der zunächst die Geschichte des Planetariums in Stuttgart präsentiert wurde. Pompös musikalisch untermalt fuhr anschließend die Projektionseinheit aus dem Boden unter die Kuppel.
Nun konnte man zum ersten Mal die Sterne an der Kuppel sehen. Im Vergleich zu einer Beobachtung in der Natur erscheinen sie viel brillanter, da es keine Störungen durch das Flimmern in unserer Atmosphäre gibt. Auch ist es möglich, den Sternenhimmel wie er vor vielen hundert Jahren zu beobachten war, zu bestaunen. Durch die vielen Lichtquellen und der Luftverschmutzung in den Städten, können wir heute viel weniger Sterne sehen, wie die Menschen im Mittelalter oder Altertum.
Sternbilder dienen heute der Orientierung am Himmel. Dazu wurde der gesamte Nachthimmel in 88 Sternbilder aufgeteilt. Möchte man ein Objekt am Himmel finden, so kann man angeben, in welchem Sternbild es sich befindet. Die Suche wird dann sehr viel einfacher, weil man sich auf ein kleineres Gebiet beschränken kann. Auch zur Orientierung am Boden kann man die Sternbilder benutzen. Findet man den Polarstern, so weiß man immer, in welche Richtung Norden ist. Das wohl berühmteste Sternbild bei uns auf der Nordhalbkugel, der große Wagen, verfügt dazu über einen Sternenzeiger, der uns den Weg zum Polarstern weist. Verlängert man den hinteren Teil des Kastens fünf Mal, so gelangt man zum Polarstern. Im zweiten Teil der Show ging es nun auf Weltreise nach Neuseeland. Von der Südhalbkugel lassen sich ganz neue Sternbilder entdecken, die man bei uns niemals zu sehen bekommt. Während auf der Nordhalbkugel die Sternbilder häufig nach griechischen Sagengestalten benannt sind, haben sie auf der Südhalbkugel oft Namen aus dem Alltag von Seeleuten. So findet man dort am Himmel nicht nur ein Schiff, sondern auch eine Pendeluhr, einen chemischen Ofen oder, bei den IMP-Schülern besonders beliebt, eine Luftpumpe.
Nach dem wir auf unserer Reise wieder in Stuttgart angekommen sind, war die Vorstellung auch schon zu Ende. Die Show war so eindrücklich, dass die Zeit wie im Flug verging.
Der Zug brachte uns dann wieder zurück nach Aalen.