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UNESCO

Zweites Junior Science Café am THG

,,Klonen – Was fehlt zum perfekten Klon?“

Zu Beginn gaben zwei Schüler einen kurzen Einblick in den Prozess des Klonens und die Fortschritte, die es in diesem Bereich bereits gegeben hat. Dolly, das Klon-Schaf, gab im Jahr 1996 den Startschuss und heute werden in Südkorea selbst Hunde geklont. Man unterscheidet außerdem zwischen dem reproduktivem und therapeutischem Klonen.

Im Anschluss an die Schülerpräsentation gab die eingeladene Expertin Dr. med. vet. Barbara Keßler von der Ludwig-Maximilians-Universität München einen Überblick über ihre Arbeit und ihre eigenen Erfahrungen mit dem Klonen.

Die sich daran anschließende Fragerunde startete zunächst mit Fragen der AG, doch schnell ergaben sich auch von Seiten des Publikums interessierte Fragestellungen zum Thema.

Zusammenfassend kann sagen:

Ja – Klonen ist bereits etwas, das nicht mehr nur in ferner Zukunft auf uns wartet, sondern heute bereits ein Teil der Forschung und Medizin ist. An Universitäten werden bereits Tiere geklont. Ob das Klonen von Menschen in Zukunft auch nicht mehr nur eine Vorstellung sein könnte, ist fragwürdig. Zum einen spielen die ethischen Grundsätze eine wichtige Rolle und andererseits ist unklar, ob das „Kopieren“ von Menschen überhaupt zu hundert Prozent möglich ist.

Die Expertin Frau Dr. Keßler stellt sich hier auch auf die Seite der Gegner des Menschen-Klonens. Die Menschheit ist selbst in der Lage sich zu vermehren.

Für uns Mitglieder war die Veranstaltung ein gelungener Abschluss einer intensiven Organisationsphase und wir bedanken uns bei einem großartigen Publikum, mit dem wir bei Kaffee, Kuchen und Brezeln im Anschluss anregende Diskussionen führen konnten.

Thesen:

  1. Bereits seit 1996 werden Erfolge beim Klonen, wie Dolly das geklonte Schaf, gefeiert.
  2. Das perfekte Ebenbild oder den perfekten Zwilling wird es beim Menschen wahrscheinlich nicht geben, da das Klonen von Menschen moralisch nicht vertretbar, technisch noch nicht möglich und darin auch kein tieferer Sinn gesehen wird.
  3. In der Medizin wird bereits heute das therapeutische Klonen verwendet. Bei der Behandlung von Diabetes zum Beispiel im Zusammenhang mit Schweinezellen.
  4. Geklonte Tiere können Ernährungskrisen nicht lösen, da das Klonen viel zu teuer ist.
  5. Das Klonen ist ein sehr komplizierter, präziser Prozess, bei dem die Fehlbildungsrate erhöht ist, die Sterblichkeitsrate jedoch bei geborenen und gesunden Klonen nicht signifikant höher ist als bei ihren nicht geklonten Artgenossen.