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UNESCO

Studienfahrt Barcelona

Die Spanisch-Klasse 10abc berichtet

Zuallererst möchte ich in diesem Bericht über die Studienfahrt vom 29.06-06.07.2018 im Namen aller Schüler Frau Schwenk und Frau Jung danken, dass sie mit uns diese Reise gewagt und uns trotz mancher Verspätungen -auch ihrerseits- eine entspannte, lustige und vertraute Atmosphäre ermöglichten. Also ein großes Lob, denn die beiden haben das erstklassig gemacht, waren spontan und sind auf unsere Wünsche und Bedürfnisse eingegangen. Es war eine erste Studienfahrt! :-)

Da ich, während des Wartens auf unseren Flug, zwischen den Zeilen informiert wurde, dass ich diesen Bericht schreiben muss, war ich kurzweilig geschockt, aber ich fange jetzt einfach mal an.

Am Anfang war der Treffpunkt. Der Hauptbahnhof Aalen, den zur Freude von Frau Jung, welche mir wahrscheinlich im Vertrauen erzählte, sie wäre auch nervös, alle erreichten. Ohne Umstände erreichte uns auch Frau Schwenk am Waiblinger Bahnhof und unsere fröhlich, lustige Zufahrt endete am Flughafen Stuttgart/Messe.

Die große Verantwortung ereilte Frau Schwenk mit Maritas Standby-Sitz. Wie wir alle irgendwann mal im Mathematikunterricht erfahren haben, werden im Flugzeug immer mehr Sitze angeboten als eigentlich zur Verfügung stehen, da immer mehrere Passagiere absagen als tatsächlich erscheinen…was diesmal aber nicht der Fall war! Die Unruhe machte sich breit und die Angst, einen Plan B schmieden zu müssen, was riesengroß.

Bis wir uns des Ausmaßes bewusst wurden, befanden wir uns alle schon am Gate. Marita konnte nicht alleine am nächsten Tag fliegen, genauso wenig wie eine der Lehrerinnen in Deutschland bleiben konnte. Entweder Marita bekam einen Platz oder wir alle müssten eine Nacht am Flughafen verbringen.

Unser Motto: Marita oder keiner.

Während wir also bangten und schon einmal vorausschauend Plätze besetzten, erkundeten manche Schüler die Flugshops. Fazit: Unmengen an Alkohol, Parfüm, Taschen und überteuerte Preise. Aha- Erkenntnis des Tages.

Die glückliche Nachricht brach wie ein schnelles Lauffeuer aus. Zwei Passagiere einer anderen Maschine hatten sich unfreiwillig ein Beispiel an Kaan genommen und verpassten ihren Anschluss- und unseren Flug. Schnell räumten wir also unsere Ecke, um so schnell wie möglich zum Flugzeug zu kommen, bevor sich doch noch irgendetwas änderte. Nachdem wir jetzt endlich angekommen sind, dabei die Metro kennengelernt haben und nicht mehr zu Lidl konnten, sind wir jetzt hier in Barcelona.Wenn ich ehrlich bin, fange ich in diesem Moment erst an zu realisieren, dass wir hier sind. Jetzt fängt es an.

Obwohl ich schon die ganze Zeit Angst hatte, dass wir die komplette Woche um 6:00 Uhr aufstehen müssen, waren wir an diesem Samstag erst ab 8:00 Uhr wach. Danke nach oben, oder wohl eher an Frau Schwenk, die ziemlich dunklen Sarkasmus ausübte.

Als die meisten von uns nach dem Frühstück dem deutschen Lidl im katalonischen Barcelona einen Besuch abgestattet haben, liefen wir los. Den endlos langen Passeig de Gràcia und die Ramblas entlang, immer irgendwie geradeaus. Man kann zusammenfassend sagen, dass Gaudí keine Gelegenheit ausließ, seine Handschrift zu hinterlassen. Die Bouquería war allerdings eine Klasse für sich: Unmengen an Obst, Fisch und Gemüse und vollkommen zusammenhangs- und kulturlos: ein Pizzastand. Immer weiter Richtung Meer verlief unsere kleine am Ende fast 15km Wanderung. Beim Kolumbusmonument wurde dann verkündet: Freizeit. Doch erstmal lauschten wir einer Kurspräsentation, die uns darüber informierte, warum Kolumbus mit seinem Finger in Richtung Meer zeigt und warum er 1492 (aus Versehen) Amerika entdeckte.

Diese fing erstmal damit an, dass Kaan Rainbow-Dash (eine unnötige Investition in einen Einhorn-Luftballon, den Kaan vielmehr für seine Schwester kaufte als für ihn- leider war sie gar nicht dabei!) tötete, um daraufhin in der Mickey-Maus-Stimme festzustellen, dass seine Lunge "verreckt". Unser Rückweg wurde abermals von Gaudí und vielen, verwinkelte Gassen durch das gotische Viertel Barcelonas begleitet. Wieder im Sport-Hostel sollte der Abend von Klara und Franka gekrönt werden. Entgegen meiner Erwartung hatten alle Spiele etwas mit Schlagen zu tun, ausgenommen des Quizes am Anfang. Anusija und Johannes hatten großen Spaß daran, ihr Talent im Spiel zu entdecken, während Valerie zur ungekrönten Meisterin wurde. Der Museumssonntag war interessant. Laut Erzählungen war es anfangs für alle Kleingruppen schwer, ihr Museum (, das am ersten Sonntag jeden Monats kostenfrei ist,) zu finden. Das Picasso-Museum bildete da keine Ausnahme. Nachdem wir in der Großgruppe das Museum Picassos besucht hatten, waren alle froh an den Strand zu gehen - An den tollen Strand mit dem Wasser voller Microplastik.

Unsere Sorglosigkeit wurde das erste Mal gestört, als Kaans neue Vans am Strand gestohlen wurden. Aber keine Sorge, er hat wieder welche. Ein paar von uns haben ebenfalls Bekanntschaften mit Dieben gemacht. Am besten reagiert hat wohl Lina, der ihr Handy geklaut wurde, sie es aber wieder zurückeroberte, indem sie mutig dem Dieb aus der Metro folgte und ihm solange auf Englisch eine Ansage gemacht hat, dass er es ihr reumütig zurückgab. Mutige Lina!

Am nächsten Tag war es wie eigentlich jeden Tag erdrückend warm, weswegen es wohl sehr überraschend war, dass es bei den olympischen Grammatikspielen im Parc de la Ciutadella doch tatsächlich Gerangel gab, wer zuerst an der richtigen Endung ankam. Dementsprechend erschöpft fuhren wir an diesem Abend mit einem Bus, welcher bei den Bergen wirklich zu kämpfen hatte, zu den Bunkern Barcelonas.

Oben angekommen entspannte und überwältigte uns die fantastische Aussicht über Barcelona. Manche entdeckten wieder die kleinen Instagrammodels in sich (-die Bilder sind übrigens echt klasse geworden). Wir wollten nicht mehr gehen und die Zeit etwas verlängern, aber alsbald Frau Schwenk, ihre Tasche geschultert, dastand, fingen wir an zu hoffen. Obwohl wir kein Ende wollten, kam es dann und so wie es war, war es gut. Entspannt liefen wir zur Metro, und hatten dort direkt Angst, dass keine mehr kommt.

Aber da ich hier nicht, im Auftrag der Klasse über Fußschmerzen klage, kann man davon ausgehen, dass wir mit purer Willenskraft eine Metro herbeiriefen:) Am diesem Morgen wurde zum ersten Mal echtes, spanisches Frühstück gegessen- Xurros amb chocolat (in Fett gebadetes Spritzgebäck, das in heiße Schokolade getunkt wird). Die Meinungen sind immer noch gespalten, manche fanden es unglaublich lecker, andere hatten nicht mal die Hälfte davon aufgegessen.

Gaudí ist und war echt ein krasser Typ, denn wo man auch geht oder steht in Barcelona, hat Gaudí überall Gebäude mit gewellten Hauswänden und kunstvollen Mosaikdächern hinterlassen und so erkundeten wir diesen Dienstagmorgen ein weiteres seiner Kunstwerke.

Da heute die Hitze ihren Höhepunkt erreicht hat, waren wir alle dementsprechend geplättet, als klar war, dass die Stadtrallye stattfinden sollte. Ein Lob an die Planer (Maxim, Max, Carolin und Aline), allerdings hatten sie sowohl wir die Meteo schneller eingeschätzt und so dümpelten wir gefühlte Jahre zwischen nichtssagenden Stationen. Am Strand konnten alle aber wieder entspannen, auch die abgekämpfte Gruppe, die noch 3km zum Treffpunkt laufen musste.

Mittwoch war ein freier Tag,
Jeder weiß was er getan,
Viele warn am Strand,
Andere in der Bahn.
Und Caro im Shoppingwahn.
Sowie viele weitere.

Am Donnerstagmorgen- unserem letzten Tag- mussten wir alle restlichen Sehenswürdigkeiten in den letzten Tag packen. Der Tibidabo, ist der Hausberg Barcelonas (-der mit dem Disneyschloss), wovor Lukas seine beeindruckende Präsentation über die Geschichte Barcelonas hielt. Lukas war auch die Person, die irgendwie überall einen unerwarteten Funfact beistreuern konnte, was dann immer für verwirrte Blicke sorgte. Danach fuhr beziehungsweise marschierte unsere Gruppe, leider ohne Johannes, welcher mit Halsschmerzen und Fieber im Hostel war, zur der heiligen Familie „Sagrada Familia“

Langsam frage ich mich, wie Gaudí in seinen 73 Lebensjahren so viele Kunstwerke beginnen (und nicht immer abschließen) konnte oder woher er (manchmal besser als wir) wusste, wie Zeitmanagement funktioniert?! Nach der Sagrada Familia sind wir auf ein Dach gestiegen, ob die Aussicht so toll war, wie von unseren heiß geliebten Bunkern, ist anzweifelbar.

Und dann sind wir doch den restlichen Abend auf Treppen vor einem Museum gesessen, um 1,5h auf einen Brunnen zu starren, der dann, als die Uhr halb Zehn schlug, sich doch erbarmte bunte Fontänen zu schießen. Am Font Mágica haben wir die letzten gemeinsamen und entspannenden Stunden genossen und unsere Studienreise nach Barcelona noch einmal Revue passieren lassen. Was ich jetzt noch nicht erwähnt habe ist, dass Frau Jung und Frau Schwenk an uns ihre Helikoptermuttergefühle ausgelebt haben. An diesem Punkt viel Spaß ihren Kindern :D Jetzt da wir hier sind, im Zug nach Aalen und wir wissen, dass alles gut gegangen ist, möchte ich nochmal für die schöne Zeit danken. Barcelona war schön, aber wir waren die Gruppe, die es für uns besonders gemacht hat.

(Felicitas Kern)