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„Stumm – Mittelmeer in Eimern“

Die Theater-AG ab Klasse 9 unter der Leitung von Silke Laube hat an zwei Abenden das Jugendstück „Stumm – Mittelmeer in Eimern“ von Theresa Sperling aufgeführt.

Die 12 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9, 10 und 11 haben das Publikum mit ihrem eindrucksvollen und intensiven Spiel in ihren Bann gezogen und dafür viel Applaus erhalten.

In dem Stück, in dem die Themen Tod, Verlust, Schuld, Freundschaft und Partnerschaft im Zentrum stehen, machen sich sechs Jugendliche zu einer abenteuerlichen Reise ans Mittelmeer auf. Sie möchten sich von ihrer Freundin Luisa (Kim Meyer) verabschieden, die bei einem gemeinsamen Autounfall ums Leben gekommen ist. Da sich die jungen Überlebenden weigern, mit den Erwachsenen zu sprechen, befinden sie sich in einer Klinik für psychosomatische Krankheiten, aus der sie die Ärztin (Nina Hägele) auch vorerst nicht entlassen möchte. Somit entschließen sich Anell (Sarah Kuch), Evelyn (Friedericke Enkisch), Lisanne (Emely Schweizer), Mara (Sofya Midler), Fynn (Levent Bingöl) und Ben (Mattan Fuchs) mit einem VW-Bus zu fliehen, um den letzten Wunsch ihrer Freundin, im Mittelmeer begraben zu werden, wenigstens symbolisch zu erfüllen. Mit einem Eimer voller Andenken begeben sie sich auf die Reise, die nicht ganz problemlos verläuft. Ben stiehlt Bier in einer Tankstelle und Fynn lernt die Tramperin Amelie (Sara Hammer) kennt, die die Gruppe zusammen mit ihren bewaffneten Freundinnen um ihr Geld und ihr Bier erleichtert. Zu allem Überfluss scheint ihnen die Polizei auf den Fersen zu sein.

Nicht nur die Jugendlichen bewegt der Unfalltod ihrer Freundin, auch die Beziehung von Maras Eltern (Klara Simon und Johannes Kuhn) scheint am Schweigen ihrer Tochter fast zu zerbrechen. Und dann ist da noch die Reinigungsfrau (Vivien Root), die mit ihren wiederholten Vorwürfen und Beleidigungen deren Schweigen als Feigheit bezeichnet.

Als die Jugendlichen am Mittelmeer ankommen und sich endlich verabschieden können, erfährt die Handlung eine Wendung. Die Reise hat nämlich nur in Luisas Gedanken stattgefunden. Nicht sie ist bei dem Autounfall ums Leben gekommen, sondern ihre sechs Freunde. Sie hat am Steuer gesessen und als Einzige überlebt. Um über das Trauma hinwegzukommen, kämpft sie sich ins Leben zurück und sieht ein, dass das Schweigen keine Lösung darstellt.